Reformationsjubiläum im Dekanatsbezirk

Martin Luther war wahrscheinlich nie im Dekanatsbezirk Bayreuth-Bad Berneck. Die Reformation in Bayreuth ging ohne berühmte Theologen vonstatten. Und doch wurde die Hauptstadt des lutherischen Markgrafentums ab dem 17. Jahrhundert zu einem Zentrum der evangelischen Kirche in Bayern. Im Lutherjahr 2017, 500 Jahre nach dem Thesenanschlag in Wittenberg, wollen wir uns aber nicht im Glanz vergangener Bedeutung sonnen, sondern zeigen und danach fragen, was unser christlicher Glaube heute bedeutet.

Arbeitsgruppen der jeweiligen Dekanatsbezirke haben ein Programm erarbeitet und zahlreiche und vielfältige Veranstaltungen der Kirchengemeinden zusammengestellt (ein Klick auf das Bild öffnet das jeweilige Heft...). Wir wollen das Reformationsjubiläum nutzen, die Grundlagen unseres christlichen Glaubens zu vergegenwärtigen und „Evangelisch im Bayreuther Land“ zu erleben. Wir besinnen uns auf unser reformatorisches Erbe – heute in ökumenischer Gemeinschaft mit den anderen Kirchen. Denn Luther und die Reformation haben auch in der römisch-katholischen Kirche viel bewegt.

Cover der Veranstaltungen des Dekanatsbezirks Bad Berneck

Zu diesem Erbe gehört die Bibelübersetzung in die Muttersprache und eine Predigt, die „dem Volk aufs Maul schaut“; der Gottesdienst, an dem die ganze Gemeinde beteiligt ist – vor allem durch Lieder. Reformation war eine Sing-Bewegung, die Choräle trugen die Theologie in die Herzen und in die Häuser. Genauso wie die gesamte Kirchenmusik. Johann Sebastian Bach wurde mit seinen Kantanten und Oratorien zum „fünften Evangelisten“. Zu diesem reformatorischen Erbe gehören unsere Kirchen, die man immer wieder neu entdecken kann als Orte des Gebetes und der Verkündigung – Verkündigung auch durch Bilder und die Architektur.

 

 

 

Ihre Dekane Thomas Guba und Hans Peetz