Gemeinsam in die Zukunft - Vereinigung der Dekanatsbezirke Bayreuth und Bad Berneck

Ab dem 1. Februar 2017 sollen die Dekanatsbezirke Bayreuth und Bad Berneck vereinigt werden zum neuen Dekanatsbezirk Bayreuth – Bad Berneck. Regionalbischöfin Dr. Greiner und die beiden Dekane Thomas Guba, Bad Berneck, und Hans Peetz, Bayreuth, haben im Sommer den Antrag an den Landeskirchenrat gestellt, der für eine solche Neubildung zuständig ist. Landeskirchenrat und Landessynodalausschuss haben zugestimmt und das Verfahren zur Vereinigung eingeleitet. Bis 25. November 2016 haben alle Kirchenvorstände, die Dekanatsausschüsse und die Dekanatssynoden die Möglichkeit, dazu Stellung zu nehmen. Dann werden Landeskirchenrat und Landessynodalausschuss definitiv entscheiden.

Warum wurde diese Vereinigung geplant?

  • Der Dekanatsbezirk Bad Berneck ist mit neun Kirchengemeinde, neun Pfarrstellen und knapp 13.000 Gemeindegliedern einer der kleinsten im Kirchenkreis. Schon jetzt ist die finanzielle und personelle Handlungsfähigkeit (zum Beispiel bei Vakanzvertretungen) eingeschränkt. Die Spielräume werden durch weiter sinkende Gemeindegliederzahlen und absehbare Kürzungen in den 20er Jahren noch enger werden.
  • Der Dekanatsbezirk Bayreuth ist mit 31 Kirchengemeinden, 36 Pfarrstellen und knapp 60.000 Gemeindegliedern einer der größten. Durch das Diakonische Werk und andere diakonische Einrichtungen, Erwachsenenbildungswerk, Familienbildungsstätte und eine Vielzahl anderer Arbeitsbereiche ist mit der Dekansstelle eine kaum leistbare Aufgabenfülle verbunden. Die „Stärkung der Mittleren Ebene“ in der Landeskirche und eine Verwaltungsreform, die die Kirchengemeinden entlasten soll, haben dies noch verstärkt.
  • Deswegen soll es im neuen Dekanatsbezirk Bayreuth – Bad Berneck zwei Dekansstellen („Dekanekollegium“) geben, auf die die Aufgaben besser verteilt werden (siehe: vorläufige Aufgabenverteilung gemäß Schreiben des Landeskirchenrates).

Welche Vorteile bietet die Vereinigung?

  • Bessere Aufgabenverteilung, Entlastung der Dekansstelle in Bayreuth
  • Der Dekanatssitz in Bad Berneck bleibt erhalten und wird für die Zukunft gesichert.
  • Bestehende Zusammenarbeit (im Bereich Erwachsenenbildung, Jugendarbeit, Partnerschaftsprojekt „Medizinische Notversorgung Tansania“) wird ausgebaut und führt zu Synergien.
  • Ein großer Dekanatsbezirk besitzt entsprechende personelle und finanzielle Ressourcen für gemeinsame Projekte, Unterstützung der Kirchengemeinden in Notsituationen oder bei Baumaßnahmen etc.

Was ändert sich für die Gemeindeglieder und die Kirchengemeinden?

Sie werden wohl wenig von den Veränderungen merken; am ehesten, wenn ein anderer Dekan zum Jubiläum, zur Einführung oder Verabschiedung des Pfarrers oder zur Beratung des Kirchenvorstands kommt, weil sich die Zuständigkeiten in den „Regionen“ (siehe Landkarte) verändert haben oder weil sich die Dekane gegenseitig vertreten. Manche Pfarrerinnen und Pfarrer und andere Mitarbeiter/innen müssen sich an einen neuen Dienstvorgesetzten gewöhnen (die im „1. Sprengel“ wegen des Wechsels von Dekan Peetz sowieso).

In der Öffentlichkeit werden beide Dekane (oder eine Dekanin) den neuen Dekanatsbezirk repräsentieren, so dass es keinen „Dekan von Bayreuth“ und keinen „Dekan von Bad Berneck“ gibt, sondern zwei Dekane des „DB BT-BB“, auch wenn sie ihre Büros am bisherigen Ort haben.

Vieles aber muss sich noch einspielen. Wie z.B. die Zusammenarbeit der Kirchengemeinden verbessert werden kann. Und da gibt es je nach Aufgabe und Thema ganz unterschiedliche Kombinationen. Denn eines ist klar: in so einem großen Gebiet braucht es überschaubare Nachbarschaften.

Ich jedenfalls sehe in der Neugliederung große Chancen und wünsche gutes Gelingen und Gottes Segen.

Hans Peetz
(noch) Dekan